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Inhaltsverzeichnis

Berufswahltagebuch Praxisheft S. 12/13
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Unterrichtseinheit Enthält DokumenteEnthält BilderEnthält MusikEnthält Videos

UE 6: Interessen und Hobbys 

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten dazu im Arbeitsheft auf Seite 12 bis 15.


Ziele Enthält DokumenteEnthält BilderEnthält MusikEnthält Videos

Die für die Berufswahl wichtigen Interessen können selten direkt von Freizeitbeschäftigungen abgeleitet werden. Aufschlussreich sind hingegen die persönlichen Beweggründe, weshalb einem diese oder jene Beschäftigungen viel bedeuten (vgl. Beispiele im Arbeitsheft, Seite 12 bis 15). 

Die Schülerinnen und Schüler sollen daher …

  • Möglichkeiten der Freizeitgestaltung erkennen.
  • sich ihrer Freizeitmöglichkeiten bewusst werden.
  • einander Anregungen für die eigene sinnvolle Freizeitgestaltung geben.
  • sich fragen, was sie bei ihren bevorzugten Beschäftigungen erleben, was ihnen daran Freude macht, und auf diese Weise wesentlichen Neigungen auf die Spur kommen. 

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Materialien
  • «Interessen und Hobbys», Seite 12
  • Arbeitsblatt 4, «Meine Freizeitinteressen», Seite 13 bis 15 
  • Freizeitwerke von Schülerinnen und Schülern
Durchführung
  • Freizeitbeschäftigungen festhalten: Die Schülerinnen und Schüler notieren ihre häufigsten Freizeitbeschäftigungen (Denkhilfe: Arbeitsblatt 4, Spalte A) und unterstreichen die zwei wichtigsten. Die Schülerinnen und Schüler können dazu ihre Freizeitwerke mitnehmen. 
  • Die bevorzugten Freizeitbeschäftigungen werden aufgelistet und von den Schülerinnen und Schüler nötigenfalls näher erklärt. 
  • Motivationen kennen lernen: Die Schülerinnen und Schüler überlegen sich zu ihren Beschäftigungen drei Fragen: 
    • Was hat mich zu dieser Beschäftigung angeregt? 
    • Was bedeutet sie mir? Was würde mir ohne sie fehlen? 
    • Welche Probleme oder Schwierigkeiten erlebe ich dabei? Worauf kommt es besonders an, damit die Sache gelingt? 
  • Anschliessender Erfahrungsaustausch: Evtl. Arbeitsgruppen nach ähnlichen Freizeitbeschäftigungen bilden und alle möglichen Interessenbeweggründe gemeinsam überlegen und zusammentragen (Denkhilfe: Arbeitsblatt 4, Spalte B). 
  • Zur Übung und Vertiefung dieses Lernschritts: Einige dieser Begründungen mit der Klasse gemeinsam nachvollziehen.
  • Überprüfen: Ist der Sinn des Arbeitsblatts 4 verstanden worden? 
  • Zur individuellen Bearbeitung: Arbeitsblatt 4 als Hausarbeit ausarbeiten lassen.
  • Weiterführung: Die Schülerinnen und Schüler übertragen ihre drei liebsten Freizeitbeschäftigungen und ihre entsprechenden persönlichen Beweggründe dafür auf das Arbeitsblatt 12, «Berufswahlprofil: Meine Interessen», Seite 27 im Arbeitsheft. 
Einstiegsvarianten

Zwei Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre liebste Freizeitbeschäftigung vor der Klasse (erlebnishaft, durch Vorzeigen, Vormachen, Vorspielen) und berichten, 

  • was ihnen das Hobby bedeutet,
  • was sie bei dieser Beschäftigung über sich selbst erfahren,
  • was sie dabei gelernt haben.
Variante mit Leistungsnachweis für ein Portfolio

Die Schülerinnen und Schüler erstellen aus einer Präsentation oder als Aufgabe einen Leistungsnachweis für ein Portfolio. Bei diesem Leistungsnachweis sollen die Interessen und Hobbys visualisiert werden, beispielsweise mit einem selbst gefertigten Gegenstand, einer Zeichnung.

Weiterführung

Die Schülerinnen und Schüler überlegen sich Freizeitwerke, die sie im Klassenzimmer ausstellen bzw. ihren Mitschülerinnen und Mitschülern vorstellen könnten.

Ausweitung

Einstieg: Die Schülerinnen und Schüler notieren im Verlaufe einer Woche täglich ihre Freizeitbeschäftigungen (Hausaufgaben, Helfen im Haushalt, persönliche Beschäftigungen) und geben an, wie viel Zeit sie dafür aufgewendet haben. 

Vortragsreihe über Freizeitbeschäftigungen:
Kurzvorträge von ca. 10 Minuten Dauer, mit Anschauungsmaterial und anderen «Kostproben». 
Thema? Welche Tätigkeiten? Welche Fähigkeiten sind Voraussetzung? Wo erlernbar? Welcher Zeitaufwand? Welches Material? Werkzeuge? Kleidung? Kosten? Gefahren? Was ist dir daran besonders wichtig? Was erlebst du als besonders interessant? Warum? Welche Kräfte und Fähigkeiten werden dabei gefördert? 

Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden im Klassengespräch «aktive» und «passive» Freizeitbeschäftigungen. Sie erstellen eine Liste von aktiven Verhaltensweisen und Tätigkeiten (z.B. «etwas gestalten», «den Körper, den Kreislauf beanspruchen», «entscheiden») und überprüfen mit dieser Liste ihre Freizeitbeschäftigungen auf aktive Anteile. 
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten ihre Neigungen wie oben beschrieben. 
Sie präsentieren ihre Freizeitwerke und Beschäftigungen in einer gruppenweise gestalteten Ausstellung im Schulzimmer. Jede Gruppe hat dazu auf Plakaten notiert, was ihr an den dargestellten Hobbys wichtig ist und was man dabei alles lernt und erlebt. 
Sie laden zu dieser Ausstellung möglicherweise auch Parallelklassen ein und geben Impulse zur aktiven Freizeitgestaltung und Berufswahlvorbereitung an andere weiter. 

Anregung für die Gestaltung eines Elternabends: die Ausstellung den Eltern zeigen.


Anmerkungen Enthält DokumenteEnthält BilderEnthält MusikEnthält Videos

Diese Unterrichtseinheit ist sehr wichtig. Sie bewirkt – wenn sie anschaulich und erlebnishaft gestaltet wird – einen beachtlichen Fortschritt der Jugendlichen in der Selbsterfahrung und Bewusstwerdung. Sie kann auch viel zu einem guten Klassengeist und einer guten Beziehung zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern beitragen. 
Allerdings müssen einige Voraussetzungen gegeben sein: Nur in einem Klima des Vertrauens und Wohlwollens werden die Schülerinnen und Schüler bereit sein, ihre persönlichen Interessen, Ansichten und Gefühle zu zeigen. Dieser Punkt ist – insbesondere bei einer Ausweitung der Unterrichtseinheit – sorgfältig zu beachten. Wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind, lohnt sich eine Ausweitung dieser Unterrichtseinheit, z.B. im Rahmen des Deutschunterrichts. 

Zu Arbeitsblatt 4

«Meine Freizeitinteressen»
Spalte A enthält Beispiele häufig ausgeübter Freizeitbeschäftigungen. Sie ist zu ergänzen. Spalte B enthält Beispiele von Beweggründen für die Wahl der Hobbys. Den Schülerinnen und Schülern fällt es anfänglich nicht leicht, ihre Aktivitäten zu hinterfragen. Sie spielen z.B. Fussball, «weil es ihnen Freude macht». 
Fragen zur Motivation: «Weshalb macht es dir Freude? Was erlebst du dabei?» Dann erst kommen berufswahlwichtige Motivationen zum Vorschein (vgl. Beispiel Fussball spielen, Arbeitsheft, Seite 12). Dieser Lernschritt ist anhand einiger Beispiele zu üben und zu erläutern, damit die Schülerinnen und Schüler die anschliessende individuelle Arbeit sinnvoll ausführen können. 

Ein weiteres Beispiel, das zeigt, dass hinter der gleichen Tätigkeit verschiedene Beweggründe stehen können. Mögliche Aussagen eines Schülers zu seinem Smartphone: 

  • Ich bin gerne in Kontakt mit meinen Kollegen und Kolleginnen.
  • Ich finde über das Internet spannende Informationen und Unterhaltung.
  • Ich bin daran interessiert, dass ich ein technisch sehr gutes Gerät habe. 
  • Ich konnte das Gerät billig kaufen und überlege immer, wie ich bei einem Weiterverkauf einen guten Gewinn machen kann.
  • Ich besitze gerne ein schönes Smartphone, das ich zeigen kann, und kaufe deshalb coole Hüllen dazu.
  • Ich benutze gerne moderne Spiele und Apps und habe deshalb ein Smartphone, das gut und schnell funktioniert.
  • Ich will etwas von Smartphones verstehen, um in den Kreis ebenso interessierter Freunde aufgenommen zu werden.

Die Schülerinnen und Schüler sollen anhand weiterer Hobbys ähnliche Beispiele nennen. 
Am Schluss des Arbeitsblatts nehmen die Schülerinnen und Schüler eine Wertung vor und notieren ihre drei liebsten Beschäftigungen und die Beweggründe dafür. Diese Zusammenfassung übertragen sie anschliessend in das Arbeitsblatt 12 «Berufswahlprofil: Meine Interessen», Seite 27. Auf diesem Blatt entsteht im Laufe der Weiterarbeit eine individuelle Interessenliste. Der Aufbau dieser Auswertungsblätter ist mit den Schülerinnen und Schülern zu besprechen. Ihre Eintragungen sollen auf den Auswertungsblättern pro Zeile nur ein Interessenmerkmal enthalten und gut lesbar sein.


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